Das Projekt: Immobilienfotografie

Mit diesem Projekt starte ich eine Kampagne um Immobilienmakler zu zeigen, dass es ganz einfach ist, mehr Kunden zu gewinnen. Es setzt genau dort an wo sich Kunde und Immobilie das erste Mal begegnen. Auf Internetportalen.

Ich fotografiere dafür Immobilien die aktuell zum Verkauf stehen. Anhand dieser Bilder möchte ich ausgewählten Maklern zeigen, welches Potential im Exposé und den Internetplattformen steckt. Mit den richtigen Bildern sieht eine Immobilie gleich viel heller und ansprechender aus. „Es zeigt nicht nur eine Immobilie. Es lässt Sie im richtigen Licht erscheinen.“ Klar – das ist ein Wortspiel gewesen. Aber genau das machen gute Fotos aus. Sie lassen die Immobilie schöner aussehen.

Warum sind gute Bilder überhaupt wichtig? Nun, eine Immobilie wird vor Ort verkauft. Ein fähiger Verkäufer ist wichtig und erst die Besichtigung entscheidet. Aber: Sie wollen doch, dass die Leute kommen! Am liebsten so viele wie möglich. Noch besser wenn sich die Interessenten gegenseitig überbieten. Das ist zwar eine Wunschvorstellung dich auch ich Ihnen nicht bieten kann, dennoch helfen gute Fotos dabei, dass sich mehr Menschen für Ihre Immobilie interessieren.

Referenzbilder

Eines der wichtigsten Dinge, die man als Fotograf braucht (glaube ich) sind Referenzbilder. Also Bilder, die zeigen: „schau mal, so kann das aussehen“

Meine alten Bilder kann ich nicht mehr zeigen. Damals konnte ich nicht das, was ich jetzt kann. Es müssen neue Bilder her. Meine eigene Wohnung ist dafür leider ungeeignet. Also was tun? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Das ist in der Tat ein kleines Problem. Innenaufnahmen bekomme ich so schnell nicht mehr. Als Makler arbeite ich schon lange nicht mehr und will es auch nicht.

Da ich nicht so einfach in eine Wohnung komme, habe ich ein paar Außenaufnahmen in einer nahe gelegenen Wohnsiedlung gemacht.

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Das ist schon mal ein Anfang. Auch wenn es nicht ganz das wiederspiegelt, was ich mir vorstelle. Denn hätte ich meine komplette Ausrüstung ausgepackt, wäre ganz schnell jemand auf mich aufmerksam geworden und im schlimmsten Fall die Polizei gerufen worden. Wer rechnet schon mit so jemanden wie mir?

Innenaufnahmen gestalten sich schon etwas schwieriger. Vereinzelt habe ich Privatpersonen angeschrieben, ob ich Ihre Verkaufsimmobilie fotografieren kann. Mit fast keiner Resonanz. Privatverkäufer wollen anscheinend nicht nur keine Makler, sondern auch keine Fotografen in Ihrer Wohnung.

Aktuell schreibe ich deswegen verstärkt Immobilienmakler an. Ohne Ihnen zeigen zu können, was ich für sie tun kann, ist es naturgemäß auch nicht ganz einfach. Es sind sicher auch viele dabei, die einfach kein Interesse an der visuellen Vermarktung haben. Was ja auch Ok ist. Es muss ja nicht jeder seine Schwerpunkte gleich verteilt haben. Dennoch bin ich sicher, dass ich früher oder später auf die Verkäufer treffe, die sich für hochwertige Bilder begeistern lassen und sich auf dieses Experiment mit einem Unbekannten einlassen.

Der nächste Schritt

Jetzt habe ich also festgestellt: „Die Welt braucht bessere Bilder“

Doch bin ich gut vorbereitet? Naja, ich kann das bestimmt besser als viele andere. Doch hat mir das nicht gereicht. Ich wollte mehr. Also habe ich mich umgesehen. Was soll ich sagen? Es gibt tatsächlich sehr wenige Möglichkeiten sich in der Richtung weiter zu bilden. In Deutschland gibt es keine Kultur der Immobilienfotografie.

Auch wenn es sich mit Immobilienscout und der einfachen bildlichen Darstellung nahezu anbietet. Doch im benachbarten und fernen Ausland sind die Menschen weiter. Dort haben sie entdeckt wie lukrativ eine gut inszenierte Immobilie für den Verkäufer sein kann. Und genau dort habe ich gefunden was ich gesucht habe. Dort konnte ich mir einiges abgucken und an Lehrgängen für professionelle und bewährte Techniken der Immobilienfotografie teilnehmen.

Besonders in der Beleuchtungstechnik habe ich einiges dazu gelernt. In meinen Bildern gibt es nun weder dunkle Ecken, noch ausgebrannte Fenster. In meinen Bildern kann man die herrliche Aussicht auch auf Innenraumbildern sehen.

Wovon ich ganz schnell Abstand genommen habe, sind HDR Bilder. Ich kenne einfach kein gutes High Dynamic Range Bild, das nicht künstlich aussieht. Wer wissen will, was ich damit meine gibt einfach mal in der Suchmaschine „HDR“ ein.

Aber nicht nur in der Aufnahmetechnik bin ich jetzt auf dem Stand der Dinge. Auch bei der Nachbearbeitung. Als Verkäufer oder Makler ist das bestimmt alles nicht so interessant. Ich möchte an der Stelle dann einfach mal so viel sagen: Die Nachbearbeitung der Bilder, auch bei exzellenten Aufnahmen, dauert genau so lange, wie die Aufnahme selbst.

Warum Immobilien?

Nun, ich bin nicht bloß Hobbyfotograf. Ich habe auch eine Ausbildung als Immobilienkaufmann und Erfahrung mit der Vermarktung von Immobilien. Darüber hinaus kann ich auf eine Umfangreiche gestalterische Ausbildung zurückgreifen. Werbung lag mir  immer besonders am Herzen.

Wenn ich mich nun im Immobilienmarkt auf den Plattformen umsehe, dann muss ich manchmal die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Was manche Menschen da hochladen ist gelinde gesagt einfach grausig! Die Krönung war wirklich, kein Scherz, der Mann in Unterwäsche und Feinrip im Spiegel der gerade sein Wohnzimmer nach dem Aufstehen fotografiert hat um dieses?!? Bild dann der Welt zu präsentieren? Ich habe Ihn dann netterweise angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht.

Nun ist das natürlich ein Extremfall. Allerdings kommt es doch häufiger vor als ich das anfangs dachte. Ansonsten sind die meisten Fotos einfach nur schief, oder unterbelichtet. Das meine ich keineswegs als Vorwurf. Ein Guter Verkäufer ist ja nun nicht gleich auch ein guter Fotograf. Im Vergleich zu (fast) allen anderen Bildern, ist es meistens auch gar nicht so schlecht. Nur eben nicht wirklich gut.

Eine Kundin hat mich einmal völlig überrascht gefragt: „Wie haben Sie die Wände so weiß hinbekommen?“ Anscheinend fand Sie das gut. Und zu der Zeit hab ich gar nicht so umfangreich und Aufwendig fotografiert.

Ich glaube, dass schöne Verkaufsbilder viel wichtiger sind, als sich das die meisten Verkäufer vorstellen. Oder anders gesagt: Eine Immobilie kann viel schöner aussehen, wenn ein Profi fotografiert. Auch wenn ich mich als Hobbyfotograf betrachte, würde ich schon von mir behaupten ein Profi im Bereich der Immobilienfotografie zu sein. Ich weiß nicht nur, worauf es bei Exposé Bildern ankommt, ich kann auch wirklich gute Bilder Produzieren.

Das ist sicherlich der Hauptgrund und die Antwort auf die Frage: Warum Immobilienfotografie?  Weil ich es einfach gut kann. Und: weil es wirklich etwas bringt! Schöne Dinge verkaufen sich eben leichter.

Was bis jetzt geschah...

Ich fotografiere jetzt seit über 20 jahren. Als Hobbyfotograf habe spaß daran in der Welt zu sein und Bilder zu „machen“. Das Fotografieren ist schon sehr spannend und macht wirklich große Freude. In den letzten Jahren waren es viele Landschaftsaufnahmen. Das liegt bestimmt daran, dass ich direkt in der natur wohne. Zum anderen aber auch daran, dass außer mir sonst niemand da ist und mir auf die Finger guckt. Bis jetzt sind auch wirklich sehr schöne Bilder zustande gekommen. Wie zum Beispiel das hier, die Fairy Pools, die ich in Schottland fotografiert habe:

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Das folgende Bild ist auf der gleichen Reise in Edinburgh entstanden:

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Zu der Zeit habe ich aber auch schon gerne Zimmer fotografiert. Das, was mir da natürlich als erstes vor die Linse kam, waren meine Hotelzimmer. Ein sehr schönes habe ich hier:

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Es ist mit sehr einfachen Mitteln entstanden, nur mit Stativ und ohne Blitz. Dafür musste ich dann in der Nachbearbeitung etwas „Tricksen“. Kabel entfernen, Lichter und Schatten hinzufügen. Ich hoffe sehr dass niemand die Bearbeitung wirklich sieht und man einfach nur denkt: „Schönes Zimmer“